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Cliemeworks Zürcher Startup filtert CO2 aus der Luft

Die Gemeinde Hinwil im Zürcher Oberland ist vor allem Motorsportbegeisterten ein Begriff. Seit Jahren befindet sich hier der Rennstall des Formel-1-Teams Sauber. Seit kurzem hat Hinwil eine weitere Attraktion zu bieten. Auf dem Dach einer Kehrichtverbrennungsanlage ist am Mittwoch eine weltweit einzigartige Industrieanlage eingeweiht worden, die gewissermassen die Antithese zu den schadstoffausstossenden Formel-1-Boliden ist.

Die vom Zürcher Startup-Unternehmen Climeworks entwickelte Anlage soll pro Jahr 900 Tonnen CO2 aus der Umgebungsluft abscheiden. Das so gewonnene Treibhausgas wird in ein nahe gelegenes Gewächshaus geleitet, um dort das Wachstum von Tomaten, Gurken oder Auberginen anzukurbeln. Das klingt nicht besonders spektakulär. Langfristig hat Climeworks allerdings grosse Ambitionen. Was die Firma in Hinwil nun in kleinem Massstab demonstriert, könnte in den kommenden Jahrzehnten dazu beitragen, unsere «Klimaschulden» zu begleichen.

Climeworks ist eine Ausgründung der ETH Zürich. Im Jahr 2009 machten sich die Maschinenbaustudenten Christoph Gebald und Jan Wurzbacher selbständig. Ihre Geschäftsidee bestand darin, mit einem geeigneten Adsorbermaterial CO2 aus der Luft zu filtern und daraus zum Beispiel synthetische Kraftstoffe herzustellen. Im Unterschied zu fossilen Kraftstoffen wären diese im Idealfall CO2-neutral.

Quelle: NZZ 31.5.2017, Christian Speicher

 

Bluetrac unterstützte Climeworks mit der Konferenztechnik und einem Live - Camera - Feed aus einer Drohne, welcher während der Inbetriebnahme der Anlage eingespielt wurde.